Naht das Ende der langen Captions auf Instagram?

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Instagram hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Unternehmen haben die Stärke der Plattform für sich entdeckt und arbeiten erfolgreich mit Influencern zusammen. Influencer werden als Markenbotschafter eingesetzt. Sie nutzen dazu ihre eigenen Bilder und einen Bildbeschrieb inklusive einen Hashtag, die den Link zum Unternehmen, zum Produkt oder zum Wettbewerb schaffen. Aber nicht nur Brands, auch Accounts wie Natgeo oder Humans of New York setzen auf Storytelling mit Bild und Text. Selbst Instagram selber nutzt lange Captions (bis 2000 Zeichen sind möglich). Und doch, gerade jetzt, wo auch in der Schweiz Werbeschaltungen auf Instagram möglich sind, scheint Instagram genau diese Captions in der Ansicht zu begrenzen. Das heisst, die Bildbeschriebe sind nicht mehr im Feed sichtbar, sondern nur noch auf dem Account selber. Auf Android-Handys scheint das offenbar schon so zu sein, auf iPhones sind die Captions im Feed (noch) sichtbar. Fragt sich, wie lange noch.

short captions
Long Caption

Instagram ist in erster Linie eine Bildplattform und daher sollte das Bild sprechen und nicht ein langer Text nötig sein. Dieser Einwand mag für viele zutreffen. Und doch sind die Zusatzinformationen, die Geschichten in den Captions für viele User genauso wie für Unternehmen sehr wichtig. Ärgerlich, wenn diese nicht mehr sichtbar wären. Es würde für Unternehmen die Zusammenarbeit mit Instagram Influencern stark beschränken. Schade! Ich mag die Portion an Ungewissheit, was die Influencer wohl für ein Bild posten werden, wie sie ihre Aufgabe, eine Marke oder ein Produkt in Szene zu setzen, kreativ meistern. Ich hoffe, die Arbeit mit Influencern wird nun nicht nur mit Werbeschaltungen ersetzt.

 

Naomi Meran
Naomi Meran
Naomi Meran, Beraterin und Projektleiterin für Online-Video und Social-Media-Projekte, arbeitet bei der Nemuk AG, Agentur für digitales Marketing, in Zürich. Sie ist begeisterte Mobile-Fotografin und Instagrammerin der ersten Stunde. Mit weit über 36’000 Followern gehört sie zu den einflussreichsten Instagrammerinnen der Schweiz.
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Showing 2 comments
  • Ragl

    Das sind doch 2 iPhone Screenshots?
    Wie lange ist lange?

    Alles was ich lese ist #Mimimimi auf 20min Niveau – Das könnt ihr dich besser!

  • Philippe Wiget

    Eine Interessante Betrachtung. Der Beschnitt der Captions scheint eine Art “Back to the roots” seitens Instagram zu sein, bei dem das Posten der Bilder im Vordergrund stand und Captions eine untergeordnete Rolle spielten. Wenn man es zudem genau betrachtet, sind ja gerade auch die Posts der Influencer oft direkt oder indirekt bezahlte Posts, einfach wird nicht Instagram bezahlt, sondern der Influencer. Somit sind schon jetzt viele Feeds mit eben auf verschiedenen Wegen bezahlten Posts gefüllt. Instagram versucht offenbar die Erträge seiner bis vor einiger Zeit kostenlosen, offiziell noch werbefreien Plattform mehr in die eigene Richtung zu lenken, was man ja auch verstehen kann. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. There’s no such thing as a free lunch ;-)

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